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Range Rover mit Turbodiesel

Für große Aufagben gemacht: Beim aktuellen Chevrolet Silverado beeindrucken die äußeren Dimensionen ebenso wie der bärenstarke Antrieb.
Foto: © General Motros

 
 

Großkraftwerk

Pickups in Größe XXL sind in den USA äußerst populär. Solche Fahrzeuge verlangen nach leistungsstarken Motoren, die in jeder Situation einen souveränen Vortrieb gewährleisten. Wie zum Beispiel der neue Duramax V8-Turbodiesel von General Motors. BorgWarner steuert zu dem Antrieb einen fortschrittlichen VTG-Turbolader und innovative Kaltstart-Technologie bei.

 
 

6,6 Liter Hubraum, 327 kW bzw. 445 PS, 1.234 Nm maximales Drehmoment.
Diese Zahlen muss man erstmal auf sich wirken lassen. Was einem schweren Lastkraftwagen gut zu Gesicht stünde, treibt die Schwergewichte unter den aktuellen US-Pickups an: Chevrolet Silverado und GMC Sierra, jeweils in der Version 2500HD und 3500HD. HD steht dabei für Heavy Duty. Und den meistert das neue Triebwerk mühelos – bei niedrigsten Drehzahlen und mit gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserten Verbrauchs- und Emissionswerten.


Power mit Präzision


In enger Zusammenarbeit der Entwicklerteams von GMC und BorgWarner ist ein Turbo-Diesel entstanden, der völlig neue Maßstäbe bei Dieselmotoren im schweren Pickup-Segment setzt.
12 Prozent mehr Leistung und ein um 19 Prozent erhöhtes Drehmoment stellt der neue Power- Diesel bereit, letzteres nun schon bei niedrigen Drehzahlen von 1.600 U/min. Dies verdankt der Antrieb insbesondere einem elektronisch gesteuerten VTG-Turbolader (variable Turbinengeometrie) von BorgWarner.

Es handelt sich dabei um ein Aufladesystem mit völlig neu entwickeltem Verdichterrad und einem neuen Leitschaufel-Design, das auf Abgastemperaturen von bis zu 820 °C ausgelegt ist. Die elektronische Verstellung der Leitschaufeln gewährleistet die optimale Anpassung des Abgasstroms an den jeweiligen Betriebspunkt des Motors, was das Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen und das transiente Verhalten erheblich verbessert. Beim Bremsen werden die Leitschaufeln geschlossen, so dass sich der Abgasgegendruck erhöht und der Motor maximale Bremskraft entwickeln kann. Insgesamt wurde der Turbolader gezielt dafür entwickelt, Kraft, Kontrolle und Langlebigkeit des Antriebs beim Transportieren und Ziehen schwerer Lasten zu erhöhen und dabei Effizienz sowie Emissionswerte zu optimieren. Produziert wird das neue Aufladesystem an einer hochmodernen Fertigungsanlage in Asheville. Sie ist auf maximale Qualität und Effizienz bei hohen Stückzahlen ausgelegt.


Geringere Emissionen beim Kaltstart


Zur Reduzierung des Abgasausstoßes trägt auch das Kaltstart-System von BorgWarner bei. Selbst bei Außentemperaturen von bis zu -29 °C erreichen die Keramik-Glühkerzen innerhalb von zwei Sekunden eine Temperatur von bis zu 1.000 °C. Das Steuermodul der Glühkerzen regelt die Spannung dabei für jede einzelne Glühkerze separat, so dass jederzeit die richtige Temperatur zur Verfügung steht, was den Verbrennungsprozess optimiert. Der Turbodiesel wird schneller erwärmt, verbrennt weniger Kraftstoff und produziert geringere Emissionen.

Neben dem Aufladesystem und der Kaltstart- Technologie für die neuen GM-Modelle liefert BorgWarner auch die elektronisch gesteuerten Lüfterantriebe des Duramax Motors und Reibungsplatten für das Allison 1000 Automatikgetriebe. Mit der erfolgreichen Durchführung der Entwicklungsprojekte für General Motors konnte der Automobilzulieferer einmal mehr seine ganzheitliche Kompetenz im Antriebsbereich unter Beweis stellen.

 
BorgWarner Turbodiesel

Liefert Schubkraft aus dem Drehzahlkeller:
der VTG-Turbolader von BorgWarner.
Foto: © BorgWarner

 

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